Klassisches Pfarramt

Der Gottesdienst am Sonntagmorgen und die Vesper zum Wochenschluss am Samstagabend betteten das pfarramtliche Schaffen in den Rhythmus der sieben Tage und verliehen ihm auch in angefochtenen Zeiten eine verlässliche Grundlage. Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen trugen ihren Teil dazu bei, dass die Predigt und die Liturgie im Alltagsleben und in den grossen Fragen der Zeit verwurzelt blieben.
Rund sechzig Predigten wurden gesammelt in der Postille, die im Jahr 2011 erschien:
Mit der Zeit gegen die Zeit. Predigten zu allen Sonn- und Feiertagen des Kirchenjahres
Die Predigten

https://www.amazon.de/Mit-Zeit-gegen-die-Kirchenjahres/dp/364380119X/ref=sr_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=Paul+bernhard+rothen&qid=1562443388&s=gateway&sr=8-4

Der Unterricht stand gegen den breiten Strom der Zeit. Während sich im Gefolge der empirischen Wende ein „themenzentrierter“, erfahrungsbezogener und programmatisch dialogisch gestalteter Religionsunterricht etabliert hatte, hielt ich daran fest, dass ein Unterrichtender es den Jugendlichen schuldig ist, ihnen elementare Kenntnisse zu vermitteln. Nur so erhalten sie eine reale Chancen, sich ein eigenes Urteil zu bilden und auf die wechselnden Zeitströmungen in mündiger Freiheit zu reagieren. Der Unterricht in der 8. und 9.Klasse diente deshalb in der klassisch christlichen Form der katechetischen Einführung in die Hauptstücke des Evangeliums und der Einübung in eine Praxis von Frömmigkeit und Glauben. Durch den Unterricht führte das kleine Heft „So hat Gott die Welt geliebt“:
Unterrichtsheft „So hat Gott die Welt geliebt“, 3.Auflage 2020.
Die Quintessenz des Unterrichts wurde den Jugendlichen noch einmal in der Konformationsurkunde zugesprochen: Konfirmationsurkunde Basler Münster.

Das Münsterpfarramt verpflichtet zur seelsorgerlichen Präsenz für die wenigen Gemeindeglieder, die in der Innenstadt leben, und ebenso für die vielen, die von oft weit her Trost und Zuspruch, Rat und Wegweisung suchen, weil ihnen das in der Anonymität eines städtischen Zentrums leichter fällt. In den Gesprächen war zum einen die Frage nach den Nächten, zum andern die Frage nach dem treffenden, erhellenden und versöhnenden Gotteswort die wiederkehrnde, zentrale, schwere, verheissungsvolle Aufgabe. Immer wieder zeigte sich, dass das Bibelwort in die unzugänglichen Dimensionen des Geistes zu dringen vermag, in die der Seelsorger nicht zu dringen vermag (1. Korinther 2,8-15).
Gemeindeglieder beschrieben ihre diesbezüglichen Erfahrungen und Überlegungen in dem kleinen Büchlein Dienst am Wort.

https://books.google.ch/books?id=Xyduic2kqX4C&pg=PP2&lpg=PP2&dq=rothen+dienst+am+wort&source=bl&ots=x0c5X5fIJW&sig=ACfU3U3aLuPYjABOnDbtn1ca5NZO-N5ArA&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiP37eCw83jAhWMiFwKHQZQCpYQ6AEwBHoECAgQAQ#v=onepage&q=rothen%20dienst%20am%20wort&f=false